Lebensversicherte sehen nur noch Mini-Renditen – was tun?

Bei Kündigung, Beitragsfreistellung, Verkauf geht einige Menge Geld verloren – Vieles spricht dafür, seine Police hinzu behalten

Wer bei seiner Lebensversicherung auf hohe Zinsen spekulierte, den alarmieren aktuelle Meldungen von Rating-Agenturen. Für das Jahr 2010 erwartet circa Fitch Ratings einige Überschussbeteiligung von 4,2 Teilen. Das ist im momentanen Zinsumfeld nicht alarmierend wenig. Die einst prognostizierten Erträge weil liegen in weiter Ferne. Kündigung, Beitragsfreistellung oder sowie Verkauf sind Möglichkeiten, hinzu reagieren. In jedem Fall verliert der Kunde dann Geld. Die Frage ist nur, wie viel.

Die Nachteile einer Kündigung liegen auf der Hand. Gerade in den ersten Jahren bedeutet das einen beinahe vollständigen Verlust der gezahlten Prämien. Selbst wer jahrelang einbezahlt wurde, bekommt oft nur einen niedrigen Rückkaufswert. Außer der Altersvorsorge geht bei Kündigung natürlich sowie der Versicherungsschutz verloren. Dazu zählt oft sowie die Absicherung der Familie oder der Schutz bei eintretender Berufsunfähigkeit. Um das hinzu vermeiden, kann der Versicherte inklusive seinem Anbieter oder Vermittler über einige Beitragsfreistellung sprechen – so steckt er weniger Geld in die Kapitalanlage. Voraussetzung dafür ist, dass bereits einige für den Schutz ausreichend hohe Kapitaldecke besteht. Dann läuft der Vertrag weiter wie bisher – inklusive reduzierter Risikoabsicherung. Der Kunde wird an den Überschüssen beteiligt doch Kosten zur Verwaltung der Versicherung finanzieren uns jetzt aus Guthaben und Erträgen. Dauert die Freistellung länger als zwei Jahre, moechten Versicherer regelmäßig einige erneute Gesundheitsprüfung.

Wer keine Beitragsfreistellung möchte, der kann probieren, seine Police am Zweitmarkt hinzu versilbern. “Den Verkauf sollte man nur als letzte Möglichkeit in Betracht ziehen. In jedem Fall ist vor so einer Wahl ein Gespräch inklusive dem Versicherer oder Vermittler hinzu empfehlen”, sagt Holger Schmitt-Tanou vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wer im Internet das Stichwort “Lebensversicherungen verkaufen” sucht, erhält unzählige Angebote auf den Bildschirm. Experten warnen: Haeufige sind unseriös.

Das System des Zweitmarkts ist simpel: Unternehmen treten in den bestehenden Vertrag ein und übernehmen laufende Prämienverpflichtungen. Der Kunde bekommt im Gegenzug Bares für seine Police – viel mehr als den Rückkaufswert, den er von seiner Versicherung erhalten hätte. Oft ist zudem der Todesfallschutz bestehen, die Versicherungsleistung nach Vertragslaufzeit ist jedoch weg.

Seine Police hinzu guten Konditionen an den Mann hinzu bringen, ist heute weil hart. “Wir kaufen selektiv an”, sagt circa Ingo Weber, Chef von Cash-Life. Soll heißen: Die Ankäufer picken uns die Rosinen aus der Masse heraus. Cash-Life fordert einen aktuellen Rückkaufswert von wenigstens 30 000 Euro und einige Restlaufzeit von maximal 15 Jahren. Wettbewerber Policen Direkt kauft Lebens- und Rentenversicherungen “von allen deutschen Versicherungsgesellschaften und ohne Einschränkung bezüglich der Laufzeit und der Tarife”. Voraussetzung dafür ist weil ebenfalls ein Rückkaufswert der Kapitallebensversicherung von wenigstens 30 000 Euro.

Wer uns entschließt, seine Lebensversicherung hinzu kündigen oder hinzu verkaufen, muss die steuerlichen Konsequenzen bedenken. Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer in beiden Fällen, wenn die Laufzeit kürzer als zwölf Jahren oder der Versicherungsnehmer jünger als 60 Jahre ist. Sonst wurden die Erträge bei einer Kündigung nur nach dem Hälftigkeitsprinzip besteuert.

Verbraucherschützer warnen vor Angeboten, bei denen Kunden das Geld für ihre Police nicht auf einen Schwung, sondern nur in monatlichen Raten ausgezahlt wurden soll. “Was ist, wenn der Auszahler insolvent wird”, sagt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrein-Westfahlen. Und sowie wenn das Angebot hinzu sehrgut klingt, um wahr hinzu sein, ist Vorsicht geboten. “Ich habe schon Anbieter gesehen, die Kunden das Doppelte des Rückkaufswertes versprochen haben – das ist finanzmathematisch nicht seriös”, sagt Lars Heermann von der Rating-Agentur Assekurata. Die Situation auf dem Zweitmarkt ist zaeh. Ein Grund: Haeufige Anbieter setzten auf Fremdfinanzierung. “Das Spiel ist bei vielen nicht aufgegangen”, sagt Weber.

Bedenkt man all das, spricht viel dafür, seine Police zurück in die Schublade hinzu legen, anstatt hinzu verkaufen. “Im Gegensatz hinzu reinen Kapitalanlageprodukten profitieren Lebensversicherungskunden von lebenslang garantierten Leistungen bei zugleich attraktiver Rendite. Das Risiko Totalverlust, wie bei reinen Aktieninvestments, besteht hier nicht”, sagt Schmitt-Tanou.

http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article6752345/Lebensversicherte-sehen-nur-noch-Mini-Renditen-was-hintun.html

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